«Schreibst du in mein Freundschaftsbuch?» Bestimmt erinnern Sie sich an Ihre Schulzeit, als Sie Ihren Kamerad:innen diese schön verzierten Bücher mit den Lebensfragen abgegeben und gespannt auf die Antworten gewartet haben. Was mag Anna überhaupt nicht? Was ist das Lieblingsessen von Michi? Spätestens nach dem Ausfüllen des Freundschaftsbuchs wussten wir, wie die anderen ticken.
Das Schöne an der Geschichte: Auch heute reichen viele Schüler:innen im Klassenzimmer und im Freundeskreis ein solches Buch herum. Ja, sogar Lehrpersonen und die Eltern freuen sich, ihre Einträge für die Ewigkeit zu machen. Denn genau darum geht’s: Freundschaftsbücher überdauern die Schulzeit. Sie verschwinden nicht irgendwo im Feed. Sie tauchen immer wieder auf. Zum Beispiel beim Räumen, beim Zügeln oder einfach dann, wenn wir in alten Erinnerungen schwelgen möchten. Beim Lesen der kindlichen Handschrift unserer damaligen Freund:innen schmunzeln wir unweigerlich. Und spätestens, wenn man die Seite aufschlägt, die der damalige Schulschatz ausgefüllt hat, ist es um einen geschehen.